Modemanagement

Lehrveranstaltung SS/2018

In der Lehrveranstaltung „Modemanagement“ erhalten die Studierenden einen fundierten Einblick in das internationale Modebusiness – basierend auf den drei Säulen Modekommunikation, Modemarketing und Modemanagement.

Modekommunikation führt über einen soziologischen Ansatz sukzessive in die Bedeutung von Mode in gesellschaftlichen Kontexten ein. Das Modul fragt sowohl nach den sozialen Rahmenbedingungen, in die Kleidung eingebettet ist als auch nach dem immateriellen Wert der Mode, einem Phänomen des Zeitgeists, das sich diskursiv in Zyklen manifestiert. Hierbei wird in interdisziplinärer Herangehensweise der Gegenstand über klassische Kommunikationstheorie erarbeitet, soziologisch auf die Gesellschaft angewendet und im Kontext von großen Modeunternehmen exemplifiziert. Mit Abschluss dieses Moduls können die Studierenden kommunikative Prozesse im übergeordneten Zusammenhang des Modediskurses strategisch analysieren, adäquat bewerten und nachhaltig evaluieren.

Modemarketing nimmt die Lehrinhalte der Kommunikationstheorie auf und fragt nach zielgerichteter strategischer Kommunikation, denn erst über ein definiertes Ziel, das monetär beziffert ist, wird Kommunikation zu Marketing. Innerhalb des Marketingmoduls werden interaktiv kontemporäre Modekampagnen analysiert und Strategien großer Modehäuser bewertet. Ein großer Teil dieses Moduls beschäftigt sich mit den Neuen Medien als Bühnen der Aufmerksamkeit im Modemarketing. In diesem Zusammenhang werden Chancen und Risiken einer Kommunikation über Soziale Netzwerke thematisiert und in externe Unternehmenskontexte eingebettet: Welche Strategien können neben klassischem Marketing implementiert werden, um neue Zielgruppen anzusprechen? Welche positiven Effekte bringt ein crossmediales Marketing mit sich und wie wird es in der Praxis umgesetzt? Diese und weitere Fragen werden innerhalb des Moduls an populären Kampagnen diskutiert, etwa dem Kooperationsmodell zwischen H&M und Maison Martin Margiela.

Modemanagement erfasst den Managementprozess ganzheitlich im Sinne einer integrierten Kommunikation und behandelt die Koordination aller Aktivitäten in einem Modeunternehmen mit dem Zweck, definierte Ziele zu erreichen. Innerhalb dieses Moduls wird in einer gesonderten Vorlesung auf Reputationsmanagement in Modeunternehmen eingegangen, um potentielle Krisenszenarien zu antizipieren, etwa Skandale um Produktionsbedingungen. Das Modul um Management in Modeunternehmen gliedert sich in drei Teilbereiche: Management als Organisation, Management als Tätigkeit und Management als Methode. Management als Organisation umfasst dabei alle organisatorischen Prozesse innerhalb eines Modeunternehmens, Aufgabenbereiche in der Erstellung einer Kollektion und die hierarchische Abbildung im Organigramm: Welche Funktion kommt welcher Abteilung zu? Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Arbeit des Teams um den Creative Director, an dessen Stelle der eigentlich kreative Akt verortet ist. Management als Tätigkeit umfasst alle strategischen und operativen Prozesse in einem Modeunternehmen und wird auf Basis der internen und externen Unternehmenswelt besprochen.

Management als Methode stellt theoretisch im Anschluss noch einmal Managementprozesse vor, wobei insbesondere der Blick auf dem kritischen Umgang liegt. Mit Abschluss dieses Moduls erhalten die Studierenden einen ganzheitlichen Einblick in die Managementprozesse in Modeunternehmen, können diese integriert bewerten und Fehler in der Managementkette identifizieren.

Konzept-Kollektion "purified" / Signature-Plakette in Silber / Julia Funger, Tara Gansfort, Kim Stollberg, Kim Urbach

Trendmanagement

Lehrveranstaltung SS/2018

In der Lehrveranstaltung „Trendmanagement“ werden die Studierenden sukzessive in die Verfahren und Methoden der Trendforschung eingeführt. Sie erhalten einen fundierten Einblick in definierte Ziele und Problemfelder des Trend-Segments sowie in die Aufgaben der Ableitung und Gestaltung von gesellschaftlichen und produktbezogenen Innovationen.

Die einführende Vorlesung der ersten Woche eröffnet einen theoretischen Rahmen zu kontemporärer Markenkommunikation in Anlehnung an das Konzept einer Ökonomie der Aufmerksamkeit: Sie fragt dezidiert nach der gesellschaftlichen Basis, in der Trends „bottom-up“ entstehen und konstatiert Aufmerksamkeit als das zentrale Kapital, das in den Neuen Medien gehandelt wird. Ein großer Teil dieser Einführung beschäftigt sich mit Onlinekommunikation und den Möglichkeiten einer digitalen Vernetzung, um Trends innerhalb einer spezifischen Gesellschaft sowohl indentifizier- und analysierbar zu machen als auch ihre strategische Lancierung über Präsentationsflächen wie Instagram oder YouTube zu gestalten. Praxisbeispiele eines erfolgreichen Influencer-Managements zeigen in diesem Zusammenhang, dass das Zusammenspiel einerseits der Inszenierung einer Marke am Zeitgeist und andererseits der Akkumulation von Aufmerksamkeit in einer Zielgruppe den Trend nachhaltig setzt.

Ein zweiter Teil der Vorlesung beschäftigt sich mit dem Wandel der Markenkommunikation vom rein technischen Aspekt hin zu einer Markenpersönlichkeit, die narrativ aufgeladen sein muss, um in einer Gesellschaft als solche Aufmerksamkeit zu erzeugen. Zentraler Begriff in diesem Zusammenhang ist das mediale Storytelling, das an zahlreichen Beispielen praktisch erläutert wird: Welche spezifischen Implikationen weist eine Marke hinsichtlich ihres Narrationspotentials auf, inwieweit divergiert ihre Entstehung im Zunftwesen von kontemporärem Markenverständnis und welche Vorteile liegen in den Neuen Medien in diesem Zusammenhang? Die Studierenden erhalten dabei einen praxisorientierten Einblick in moderne Verfahren des Marketings und der PR-Kommunikation, wie unter anderem Community Marketing und Live Communication – auf nationaler und internationaler Ebene – in einem Exkurs auch über Ansätze des Ethno-Marketings.

Konzept-Moodboard "fcku" / Signature-Elemente in black/white / Charlie L. Göbel, Anica Müller, Jenny Jansen

Ein dritter Teil führt über die Evolution der Medien in den Wandel medialer Kanäle und ihrer Akteure ein: Wenn Marken mediale Präsentationsflächen brauchen, um Aufmerksamkeit beispielsweise über Werbung zu akkumulieren, wie müssen diese Werbeflächen gestaltet sein und welche Akteure finden dort ihren Platz? Diese Frage führt auch dazu, den Begriff der Prominenz neu zu (über-)denken: Testimonials und Influencer der Neuen Medien nutzen Soziale Netzwerke wie Instagram als virtuelle Bühnen, auf denen sich ihre Inszenierung im Trendsetting vollzieht. Welcher positive Mehrwert sich daraus ergibt und wie sich ein Wandel des Prominenzbegriffs von klassischen Medien wie dem Fernsehen und Radio hin zu digitalen Räumen vollzieht, wird an populären Influencern exemplifiziert und hinsichtlich der Prüfleistung praktisch angewendet.

Presse & Medien

Trend-Experte im ZDF, etc.

Studien & Lehre

Mode- und Trendmanagement SS/2018

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